Red Bull-Imperium: Ein Getränkeriese schluckt und verändert die Fußball-Welt

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Ob im Fußball, Eishockey, der Formel 1 oder zahlreichen Extremsportarten – mittlerweile hat der Getränkehersteller Red Bull überall seine Finger im Spiel. Getreu dem Leitspruch des Konzerns („Red Bull verleiht Flügel“) setzen die RB-Teams, überall auf dem Globus verteilt, regelmäßig zu sportlichen Höhenflügen an. Erfolg und die Mittel dazu polarisieren, teilweise auch gewollt!

In einer 2-teiligen Grafikstory erklären wir, wie Red Bull-Gründer und Marketing-Profi Dietrich Mateschitz über die Jahre ein derart gewaltiges Imperium aufbauen konnte. Part 1: Das globale Fußball-Netzwerk der Roten Bullen. Ein Klick auf den jeweiligen Standort unserer Karte versorgt euch mit weiteren Zahlen, Rekorden und Fakten.

Salzburg: Erst Titelfabrik – jetzt auch Farmteam

Wie die meisten wissen, begann die Red-Bullisierung der Fußball-Welt in Salzburg. Nur am Rande sei erwähnt, dass der Energy Drink in Österreich inzwischen sogar beliebter ist als Coca Cola. Im April 2005 war Mateschitz, laut Forbes-Liste der reichste Mann (13,2 $ Milliarden) der Alpenrepublik, mit seiner Firma beim örtlichen Klub SV Austria Salzburg eingestiegen. Es sollte eine einzige Erfolgsgeschichte werden.

Mit prominenten Trainern wie Giovanni Trapattoni oder Huub Stevens holte Red Bull Salzburg in 12 Jahren 9 Mal den Meistertitel. Zuletzt gelang 4 Mal in Folge das nationale Double aus Schale und ÖFB-Cup. Bei aller finanzieller Übermacht muss man dem Klub zu Gute halten, die vielen Brause-Millionen (insgesamt 98 Mio. € für Ablösesummen) auch entsprechend clever und nachhaltig zu investieren.

Technisch gut ausgebildete und dynamische Spieler im Alter von 17 bis 23 Jahren – darauf liegt das Hauptaugenmerk, seitdem Ralf Rangnick (kam 2009 als Sportdirektor für die Standorte Salzburg und Leipzig) die Fäden im Red Bull-Imperium zieht. In der laufenden Saison stellen die vom ehemaligen Mainzer Bundesliga-Profi Marco Rose trainierten Salzburger mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren auch das jüngste Team der österreichischen Bundesliga.

Leipzig: In 8 Jahren zur neuen RB-Galionsfigur

Die offensive, temporeiche Spielweise eint alle Red Bull-Teams und bringt teilweise auch Sympathiepunkte ein. Innerhalb von 8 Jahren marschierte RB Leipzig hierzulande aus dem Amateurbereich in die Bundesliga. Anschließend ging es im Eiltempo weiter in die Champions League. Den Traditionalisten unter den Fans bleibt der aktuelle deutsche Vizemeister ein Dorn im Auge. Neben Undurchsichtigkeit und fehlendem Mitspracherecht – der Verein hat lediglich 17 Mitglieder – lösen immer wieder die in der Grafik dargestellten Konzern-Transfers heftige Kritik aus.

So tauscht Red Bull munter Spieler zwischen den Filialen für x-beliebige Summen hin und her. Konrad Laimer war im Sommer bereits der 14. Salzburger, der direkt zu Leipzig transferiert wurde – weitere werden folgen! Schon vor dem aberwitzigen Rekordtransfer von Neymar (Paris Saint-Germain) demonstrierten die RB-Klubs, wie man heutzutage Transfer-Regularien oder das Financial Fairplay spielend leicht umschifft.

RB Salzburg hatte in der Saison 2014/15 den Wiener Marcel Sabitzer ins Visier genommen. Da dessen Austiegsklausel nur für das Ausland galt, schlug Leipzig zu und verlieh den Offensivspieler sofort zum Schwesternklub weiter. Inzwischen hat Sabitzer doch den Weg zu den sächsischen Bullen gefunden, gehört zu den Leistungsträgern – an Perversion kaum zu überbieten! Eigentlich sieht die Konzern-Strategie den österreichischen Zweitligisten FC Liefering als sogenanntes Farmteam vor, dessen einzige Aufgabe darin besteht, junge Talente für die größeren RB-Vereine auszubilden.

Wo entsteht der nächste RB-Standort?

Mittlerweile lässt sich jedoch sagen: Salzburg dient auch als eine Art Farmteam lite für Leipzig! Die Besten der Besten (Beispiele: Keita, Upamecano, Laimer) landen früher oder später in der deutschen Filiale. Das ist ein Grund dafür, warum Salzburgs Erfolgscoach Oscar Garcia im Sommer die Brocken hingeworfen hatte. Im Gegensatz zu den Standorten in Sao Paulo und New York, wo Stars wie Thierry Henry 4 Jahre lang im Bullen-Trikot aufgelaufen war, leisteten sich Mateschitz und Co. in Afrika einen krassen Fehlschlag.

Den dort gegründeten Klub Red Bull Ghana samt Fußballschule wurde 2013 wieder aufgegeben. Gerard Houllier, als Global Sports Director für alle Standorte verantwortlich, sprach von „Fehlern im Management“. In 7 Jahren schafften lediglich 3 Spieler den Sprung nach Liefering. Felix Adjei kickt inzwischen in Schweden, Raphael Dwamena für den FC Zürich (Schweiz). Lediglich David Atanga gehört nun zum Kader von RB Salzburg.

Kurios: Feyenoord Rotterdam übernahm die „West African Football Academy“, Verbindungen zu Red Bull bestehen noch. Weitet sich das Netzwerk noch weiter aus? Eher eine Frage des Wo und nicht des Ob. Fußballerisch wäre der asiatische Raum ein logischer Schritt. Andererseits hat Dietrich Mateschitz schon länger ein Auge auf das Mutterland des Fußballs geworfen. Verhandlungen für die Übernahme des englischen Traditionsklubs Leeds United aus der zweitklassigen Football League Championship scheiterten. Doch auch hier wird wohl der Tag kommen, an dem Mateschitz im Stile von Neil Armstrong die Red Bull-Flagge auf der Insel in den Boden rammt.

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Autor

Dominik machte 2009 durch ein Volontariat in einer Gelsenkirchener Sportagentur sein Hobby zum Beruf. In den vergangenen Jahren berichtete er über zahlreiche Spiele von der Bundesliga bis hin zur Regionalliga. Bei uns reichen seine Themen von Fußball über NFL bis hin zu Darts.

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