Aubameyang: Real Madrid will ihn nicht!

BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang hat einen großen Traum: Er möchte in seiner Karriere für Real Madrid spielen. Das hat er seinem inzwischen toten Großvater versprochen. Doch ein Engagement bei den Königlichen rückt in weite Ferne. Ein Transfer in naher Zukunft scheint unwahrscheinlich.

Pierre-Emerick Aubameyang betreibt seit Jahren viel Eigenwerbung, um seinen Traum von Real Madrid zu erfüllen. Seit seinem Transfer vom AS St. Etienne zu Borussia Dortmund im Juli 2013 erzielte der Gabuner 100 Tore (32 Vorlagen) für den BVB. Sogar ein Robert Lewandowski brauchte länger, um im schwarz-gelben Trikot die 100-Tore-Marke zu durchbrechen.

Auch in den beiden direkten Duellen in der diesjährigen Gruppenphase der Champions League gegen Real Madrid machte der 27-Jährige auf sich aufmerksam. Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel (je 2:2) traf Aubameyang einmal und hatte damit großen Anteil, dass der BVB den Königlichen Tabellenplatz 1 wegschnappte.

Genützt hat das alles nichts. Ein Wechsel zu seinem Wunschklub wird nicht zustandekommen, weil Real Madrid – genauer gesagt Trainer Zinedine Zidane – kein Interesse an ihm hat. Nach Informationen der Sportbild passt der Torjäger nicht ins Anforderungsprofil des Franzosen.

Das Hauptargument von Zidane: Mit Cristiano Ronaldo und Gareth Bale hat Real Madrid bereits 2 pfeilschnelle und dynamische Angreifer im Kader, die gesetzt sind. Die beiden Verträge der Superstars laufen noch bis 2021 bzw. beim Waliser bis 2022. Mit Aubameyang im Sturmzentrum würde die königliche Angriffsreihe aus 3 Spielern mit ähnlichen Qualitäten bestehen.

Zidane setzt lieber auf einen Stoßstürmer in zentraler Position. Diesen Posten hat derzeit Karim Benzema inne. Auch dessen Vertrag in Madrid läuft noch bis 2019. Mit 173 Pflichtspieltoren (98 Assists) weist der  29-Jährige ebenfalls eine gute Quote auf. Er bringt mit seinem Durchsetzungsvermögen und seiner Kopfballstärke andere Qualitäten ins Real-Spiel ein. Zudem ist er eiskalt vor dem Gehäuse, anspielbar mit dem Rücken zum Tor und weiß, wie er sich im und um den Strafraum bewegen muss, um Räume für seine Mitspieler zu schaffen.

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Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Sergio Ramos werden – zumindest in naher Zukunft – keine Teamkameraden.

Zudem hat Zidane mit Alvaro Morata noch eine weitere Option für das Sturmzentrum – jener Position, auf der sich Aubameyang am wohlsten fühlt. Zwar ist der Fußball ein schnelllebiges Geschäft, aber ein Transfer von Aubameyang in die spanische Haupstadt scheint unter Zidane sehr unwahrscheinlich. Selbst Präsident Florentino Perez, der nicht selten Star-Einkäufe gegen den Willen seiner Trainer tätigt, wird kaum tief für den Gabuner (Marktwert €45 Mio.) in die Tasche greifen, um das Verhältnis mit Fan-Liebling Zidane zu stören. Mit James Rodriguez (Ablösesumme € 75 Mio.) hat Real bereits einen teuren Superstar auf der Bank sitzen, der nicht ins Spielsystem von Zidane passt und dem er nur selten Beachtung schenkt.

Autor

André studierte Sportmanagement und Sportjournalismus. Im Anschluss arbeitete er in den Kommunikationsabteilungen von Arminia Bielefeld und dem Regionalligisten SV Rödinghausen. In Europas Top-Ligen ist André ebenso zu Hause wie im US-Sport, insbesondere der NFL.

Bwin