HSV-Leihspieler: Nur Lasogga auf Erfolgskurs

Auswärts aufwärts? Nicht bei den Leihgaben des Hamburger SV! 5 Spieler haben die Hanseaten in dieser Saison ausgeliehen, aber nur einer dieser Profis schlug bei seinem neuen Verein bislang voll ein: Pierre-Michel Lasogga. Der 25-jährige Stürmer ist bei Leeds United schon jetzt Publikumsliebling. Ein Anderer kommt dagegen nicht von der Stelle…

Fast schon neidisch blickt HSV-Sportdirektor Jens Todt in diesen Tagen nach England. Dort eilt sein ehemaliger Schützling Pierre-Michel Lasogga bei Leeds United in der zweitklassigen Championship von Sieg zu Sieg.

Lasogga zeigt es in Leeds allen Kritikern

Die eindrucksvolle Bilanz des bis Saisonende an die Whites ausgeliehenen Mittelstürmers: 6 Pflichtspiele, 3 Tore und 3 Assists. Die raue Luft auf der Insel scheint Lasogga, der im Schnitt alle 139 Minuten trifft, gut zu tun. Beim HSV hatte der „Retter“ von 2014, der mit seinem Tor im Relegations-Rückspiel bei Greuther Fürth (1:1) die Hanseaten in der Bundesliga hielt, zuletzt kein Standing mehr. In 20 BL-Einsätzen gelang ihm 2016/2017 nur ein Tor. Lediglich 5 Mal stand Lasogga dabei in der Startelf.

Ganz anders in Leeds. Der von HSV-Investor Klaus-Michael Kühne (80) in einem TV-Interview als „Flop des Jahrhunderts“ geschmähte Angreifer verhalf Leeds United zwischenzeitlich auf Platz 1 in der 2. englischen Liga. Mit witzigen Interviews und natürlich mit seinen Toren eroberte „Lasso“ die Herzen der Fans an der Elland Road im Sturm. Seine Leistungsexplosion gibt den HSV-Verantwortlichen zu denken. „Spielt Pierre eine gute Saison, könnte er auch mit viel frischem Selbstvertrauen bei uns wieder eine Rolle spielen“, räumte Jens Todt kleinlaut am Mittwoch gegenüber der Hamburger Morgenpost ein. Ähnlich klare Bekenntnisse zu Lasogga hatte der Verein vor dem Abschied des einst für 8,5 Mio. € von Hertha BSC verpflichteten deutschen U21-Nationalspielers vermissen lassen.

Ein Hoffnungsträger aus der eigenen Jugend ist Finn Porath. Der 20-jährige Mittelfeldspieler durchlief ab der U17 beim HSV alle Juniorenmannschaften. In der Bundesliga war er 2016/2017 nur in einem einzigen Spiel zum Einsatz gekommen. Jetzt soll er in 2 Jahren Leihe in der 3. Liga bei der SpVgg Unterhaching Spielpraxis sammeln. Bei den Münchner Vorstädtern ist Porath in 4 Liga-Auftritten allerdings noch ohne Torerfolg.

Halilovic bleibt auch in Spanien ein Problemfall

Die personifizierte Erfolglosigkeit beim HSV war jedoch der Kroate Alen Halilovic. Für 5 Mio. € im Sommer 2016 vom FC Barcelona geholt und als neuer Messi angepriesen, blieb der Mittelfeldspieler hinter sämtlichen Erwartungen zurück. In 6 Bundesliga-Spielen lieferte er keine Tor-Beteiligung. Bereits im Januar 2017 und noch bis Saisonende gab ihn der HSV auf Leihbasis an den spanischen Erstligisten UD Las Palmas ab. Auch hier läuft es für Halilovic nicht rund. 21 Spiele machte er für Las Palmas in La Liga. Auf einen Torerfolg wartet Halilovic auch in Spanien. Wohl auch noch länger. Nach einer Knöchelverletzung und Knie-OP wird er nicht vor Dezember wieder einsetzbar sein. „Wir beobachten die Situation“, schildert Jens Todt den Fall Halilovic, „Las Palmas hat eine Kaufoption und wir hoffen, dass Alen eine tolle Saison spielt.“ Damit dürfte es, Stand jetzt, eng werden.

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Alen Halilovic (l.) spielt mindestens noch bis zum Saisonende bei UD Las Palmas. Eine Rückkehr des Kroaten zum HSV erscheint höchst fraglich.

Autor

Carsten studierte in Trier Anglistik, Germanistik und Medienwissenschaft. Neben seiner Tätigkeit als freier Sportjournalist für bwin News schreibt der Wahl-Hamburger seit 2005 für SPORT BILD und seit 2013 für Transfermarkt.de beziehungsweise WahreTabelle.de.

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