HSV: Der Klassenerhalt wird eine Herkulesaufgabe

Mit einer 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach beendete der HSV die Hinrunde. Sollte Nord-Rivale Werder Bremen heute gegen Mainz punkten, würden die Hamburger auf einem direkten Abstiegsplatz überwintern. Beim Bundesliga-Dino schrillen die Alarmglocken, denn mit lediglich 15 Punkten auf dem Konto wird der Klassenerhalt eine ganz schwere Aufgabe.

Ist der Hamburger SV in diesem Jahr fällig? Seit Jahren dümpelt der Traditionsklub im Abstiegskampf herum und konnte sich bislang jedes Mal hauchdünn vor dem Absturz in die 2. Bundesliga retten. Eigentlich sollte in dieser Saison in der Elbmetropole alles besser werden, aber der Klub bereit seinen Anhängern abermals große Sorgen.

Nach der Niederlage in Mönchengladbach war Spielern und Verantwortlichen der Ernst der Lage anzusehen. Sportchef Jens Todt brachte die brenzlige Gesamtsituation auf den Punkt:

„15 Punkte sind zu wenig. Das wird eine brutale Rückrunde. Wir müssen 22,23 Punkte holen.“

Das Bild von Kapitän Gotoku Sakai passt zur aktuellen HSV-Situation.

Nur ein direkter Abstiegsplatz fest belegt

Mut auf den Klassenerhalt macht die Tatsache, dass der HSV in der vergangenen Saison sogar nur mit 13 Punkten die Hinrunde beendete. Damals gab es mit dem SV Darmstadt und dem FC Ingolstadt allerdings 2 Teams, die frühzeitig abgeschlagen waren und die direkten Abstiegsplätze fast über die gesamte Saison belegten. In diesem Jahr ist einzig der 1. FC Köln ein sicherer Abstiegskandidat. Alle anderen Mannschaften haben das Zeug für den Ligaverbleib.

Noch schlechter als in den Relegations-Jahren

2014 und 2015 rettete sich der HSV erst in der Relegation vor dem Abstieg. Selbst damals hatten die Rothosen nach Abschluss der jeweiligen Hinrunden aber mehr Punkte auf dem Konto als aktuell. 2014/15 waren es 17 Zähler, ein Jahr zuvor sogar deren 18. Allein diese Tatsache zeigt, dass die Rückrunde für die Hanseaten eine ganz hartes Stück Arbeit wird, um am Ende auf dem rettenden Ufer zu landen.

Punkteschnitt in der Rückrunde bereitet Sorgen

2013/14 schaffte Hamburg mit lächerlichen 27 Punkten den Sprung in die Relegation. Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass in dieser Spielzeit mehr Zähler von Nöten sein werden. Der HSV muss in den kommenden 17 Spielen massig punkten, um den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte abzuwenden. In den vergangenen 4 Jahren, in denen der Klub immer um den Klassenerhalt zittern musste, wurden einzig in der Rückrunde der Vorsaison mehr als 20 Punkte eingefahren (25). Ansonsten verfehlte das Team mit 19, 18 und 11 Zählern die 20-Punkte-Marke regelmäßig. Bereits jetzt ist sicher: Auch dieses Jahr wird der Klassenerhalt wieder eine ganz enge Kiste.

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Autor

André studierte Sportmanagement und Sportjournalismus. Im Anschluss arbeitete er in den Kommunikationsabteilungen von Arminia Bielefeld und dem Regionalligisten SV Rödinghausen. In Europas Top-Ligen ist André ebenso zu Hause wie im US-Sport, insbesondere der NFL.

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