FC Bayern: Robert Lewandowski verspielt Sympathien

Robert Lewandowski sorgt in der Sommerpause für Unruhe beim FC Bayern München. Nachdem der Pole bereits vor einiger Zeit die fehlende Unterstützung durch seine Mitspieler zum Gewinn der Torjäger-Kanone beklagte, legte nun sein Berater nach und schlug in dieselbe Kerbe. Versucht der Star-Stürmer den Weg für einen Wechsel zu ebnen oder kratzt die verpasste Auszeichnung an seiner Eitelkeit?

Bislang war das Verhältnis zwischen dem FC Bayern München und Robert Lewandowski eine einzige Liebesbeziehung. Der Stürmer, der zur Saison 2014/15 ablösefrei vom BVB zum Rekordmeister wechselte, überzeugte durchgehend mit Leistung und erzielte in bisher 147 Pflichtspielen sensationelle 110 Treffer. Dafür umjubelten ihn die Fans und es hagelte von der FCB-Führungsebene sowie seinen Mannschaftskameraden Komplimente am laufenden Band.

Robert Lewandowski kritisiert Mitspieler

Doch nun bekommt die Beziehung erste Risse. Der Grund: Lewandowski schiebt seinen Mitspielern einen großen Teil der Schuld zu, weshalb er in der vergangenen Saison die Torjäger-Kanone in der Bundesliga nicht gewann. Er musste am Ende Pierre-Emerick Aubameyang den Vortritt lassen, obwohl der Pole als Führender in die letzte Partie ging. Doch während Aubameyang beim BVB-Sieg über Bremen (4:3) 2 Tore erzielte, ging der 28-Jährige gleichzeitig im FCB-Spiel gegen Freiburg (4:0) leer aus. Bereits Anfang Juni sagte Lewandowski im Interview mit der polnischen Boulevardzeitung Super Express:

„Ich war nicht wirklich zufrieden damit, wie mein Team mir geholfen hat. Ich war verärgert, ich war enttäuscht über die Einstellung des Teams. Das war mein Gefühl nach dem Spiel.“

Berater legt nach

War diese Aussage im ersten Moment noch mit der Enttäuschung der verpassten Auszeichnung ein wenig nachvollziehbar, erneuerte sein Berater nun die Kritik. Im kicker entfachte Maik Barthel die Thematik auf ein Neues:

„Wie mir Robert erzählt hat, gab es keine Unterstützung und keinen Appell des Trainers, Robert im letzten Spiel zu unterstützen, um Torschützenkönig zu werden. Er war so was von enttäuscht, wie ich ihn noch nie erlebt habe.“

Maik Barthel ist seit 2004 im Berater-Geschäft und betreut seit 2008 Robert Lewandowski.

Warum machen der Star-Stürmer und sein Berater jetzt deswegen ein Fass auf? Wurmt den Torjäger tatsächlich der verpasste individuelle Titel so dermaßen? Gibt es Probleme zwischen Lewandowski und seinen Mitspielern? Oder werden diese Störfeuer bewusst gestreut, um einen Abschied aus München vorzubereiten?

Bekanntes Spiel der Lewandowski-Seite

Dass Barthel und sein Mitstreiter Cezary Kucharski, ebenfalls Berater des Stürmers, mit gezielten Aussagen die Verhandlungsbasis ihres Klienten stärken wollen, ist bekannt. Bereits beim BVB sorgten sie im Jahr 2013 für Unruhe, in dem sie über die Medien einen schnellen Lewandowski-Wechsel Richtung FCB zu forcieren versuchten.

Barthel sagte zudem im kicker, dass sein Klient vor allem wegen der Aussicht auf den Champions-League-Titel zum deutschen Rekordmeister gewechselt sei und die aktuelle Personalpolitik interessiert verfolge. Fakt ist allerdings: Den Einzug ins Finale der Königsklasse schaffte er bislang nur mit Dortmund. Fast scheint es so, als arbeite die Lewandowski-Seite erneut am Aufkochen von Transfergerüchten. Allerdings bissen sie bereits damals beim BVB mit dieser Taktik auf Granit und auch der FC Bayern wird diese Spielchen mit Sicherheit nicht mit sich machen lassen.

Egal wie man die Aussagen vom Spieler und seines Anhangs auch dreht und wendet: Er selbst ist der große Verlierer! Ein Sympathie-Verlust bei Fans und Mitspielern ist vorprogrammiert.

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Autor

André studierte Sportmanagement und Sportjournalismus. Im Anschluss arbeitete er in den Kommunikationsabteilungen von Arminia Bielefeld und dem Regionalligisten SV Rödinghausen. In Europas Top-Ligen ist André ebenso zu Hause wie im US-Sport, insbesondere der NFL.

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