Diese Großstädte haben noch nie Bundesliga-Fußball gesehen

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Schon vor knapp einem Jahr präsentierten wir deutsche Metropolen, deren Einwohner kein Fußball aus der Eliteklasse geboten wird. Laut Definition darf sich eine Stadt „Großstadt“ nennen, wenn sie mindestens 100.000 Einwohner zählt. Davon gibt es in Deutschland ziemlich viele. Stand 2014 waren es 77. Wir präsentieren die größten Städte Deutschlands, die überhaupt noch nie Bundesliga-Fußball zu sehen bekamen.

Bonn – 319.000 Einwohner

Die ehemalige Bundeshauptstadt ist die größte deutsche Stadt, die noch nie in den Genuß von Bundesliga-Fußball gekommen ist. Das wird sich in Zukunft auch nicht ändern. Der Bonner SC kickt momentan in der Regionalliga West. Das höchste der Gefühle war 1976/77 ein Jahr in der 2. Bundesliga, welches durch den Lizenzentzug ein schnelles Ende fand. Mit der Telekom im Rücken sind die Basketballer der Telekom Baskets Bonn seit Jahren sporttechnisch die Nummer 1 in der Stadt.

Wiesbaden – 276.000 Einwohner

Nein, Bundesligafußball gab es Wiesbaden noch nie zu bestaunen. Um überhaupt fußballtechnisch in höhere Sphären aufzusteigen, nahm man 2007 den benachbarten SV Wehen aus dem naheliegenden Taunus auf. Es entstand der SV Wehen Wiesbaden, der im selben Jahr sogar bis in die 2. Bundesliga aufstieg. Heute schauen den Kickern in der 3. Liga gerade mal im Schnitt knapp 2.500 Zuschauer zu. In der Bundesliga kennen sich lediglich die Volleyballdamen vom 1. VC Wiesbaden sowie die Schachspieler (Wiesbadener Schachverein 1885) und die Judokas (Judo Club Wiesbaden 1922) aus.

Kiel – 246.000 Einwohner

Neben Bonn ein weiteres Beispiel einer Stadt, in der eine andere Sportart als Fußball einen höheren Stellenwert genießt. Die Handballer vom THW Kiel gehören bekanntermaßen zu den besten Mannschaften der Welt. Die Sparkassen Arena ist regelmäßig mit über 10.000 Plätzen ausverkauft. Ins Stadion von Holstein Kiel, immerhin Deutscher Meister von 1912 verlieren sich in der 3. Liga heute nur etwas weniger als die Hälfte. Bis zur Bundesliga ist es für die Kicker noch ein langer Weg. 2015 wurde der Sprung in die 2. Bundesliga knapp verpasst.

THW Kiel

Die Spieler vom THW Kiel feiern einen Erfolg nach dem anderen.

Lübeck – 216.000 Einwohner

90 Kilometer südöstlich von Kiel macht der Profisport nahezu gänzlich einen Bogen um eine deutsche Großstadt. Auch wenn die Fußballer des VfB Lübeck nur in der Regionalliga spielen, ist der Klub mit 1.287 Zuschauern im Schnitt schon das Zugpferd in Sachen professionellem Sport. Man setzt halt in der Hansestadt eher auf Kultur und Bildung. Immerhin die Schachspieler vom Lübecker Schachverein von 1873 konnten von 2001 bis 2003 die Deutsche Meisterschaft feiern.

Kassel – 198.000 Einwohner

In Nordhessen hat sich in den letzten Jahren die MT Melsungen aus der Handball Bundesliga etabliert. Sie tragen ihre Heimspiele in der Kasseler Rothebachhalle aus. Das Eishockeyteam der Kassel Huskies spielt nach der Insolvenz 2010 nur noch in der 2. Bundesliga. Bis dahin hat es zuletzt im Jahr 1990 auch der beste Fußballverein Hessen Kassel geschafft. Die spielen nun in einem runderneuerten Mehrzweckstadion mit 18.000 Plätzen vor durchschnittlich 1.761 Zuschauern in der Regionalliga Südwest.

Aus den neuen Bundesländern spielte auch in Chemnitz (249.000 Einwohner), Halle (237.000), Magdeburg (236.000) und Erfurt (210.000) noch keine Mannschaft in der Bundesliga. Selbstverständlich waren diese Städte allerdings in der DDR-Oberliga mit ihren Klubs in der höchsten Spielklasse unterwegs.

Autor

Ingo studierte an der Deutschen Sporthochschule in Köln sowie in Newcastle Sportmanagement und Sportkommunikation. Vor seiner Zeit bei bwin war er überwiegend im Sport-Marketing tätig. Aktiv und passiv beherrscht er sowohl den Umgang mit Fuß-, wie auch und Tennisbällen.

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