SV Darmstadt in der Krise: Lilien können nicht mehr gewinnen

Was ist nur mit dem SV Darmstadt 98 los? Beim Bundesliga-Absteiger läuft seit Wochen nichts mehr zusammen. Statt sich in der 2. Liga im Kampf um die Aufstiegsplätze zu befinden, stecken die Lilien nach dem 8. sieglosem Spiel in Folge im Niemandsland der Tabelle fest und müssen die Augen nach unten richten. Trainer Torsten Frings stellte sich nach der Sandhausen-Niederlage erstmals nicht vor seine Mannschaft.

Der SV Darmstadt 98 hat in der 2. Bundesliga das Siegen verlernt. Die Pleite im Freitagabendspiel daheim gegen Sandhausen (1:2) war bereits das 8. Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Besorgniserregend: Die Hälfte dieser Spiele ging verloren. So wird das nichts mit der anvisierten Rückkehr in die Bundesliga (alle Bundesliga-Wetten).

Negativtrend nach gutem Start

Die Frage nach dem Warum beschäftigt die Verantwortlichen des SVD. Nach gutem Start baute die Mannschaft um Kapitän Aytac Sulu in den letzten Wochen merklich ab. An den ersten 6 Spieltagen holten die Lilien 13 Punkte. Zu diesem Zeitpunkt grüßten die Hessen von der Tabellenspitze, punktgleich mit Aufsteiger Holstein Kiel.

Doch seit dem Sieg über Arminia Bielefeld (4:3) läuft beim Frings-Team nicht mehr viel zusammen. Nur 4 von 24 möglichen Punkten stehen seitdem zu Buche. Die Formkurve des Absteigers zeigt steil nach unten. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Kevin Großkreutz gehört zu den Leistungsträgern, erzielte bereits 3 Saisontore.

Viel Spektakel, wenig Ertrag

Spiele mit Beteiligung der Lilien sind ein wahres Fest für die Zuschauer. In den bisherigen 13 Saisonspielen fielen sage und schreibe 49 Tore. Im Schnitt bekommt das Publikum alle 24 Minuten einen Treffer in einer SVD-Partie zu sehen. Das ist der Spitzenwert im deutschen Profifußball. Es fehlt sehr deutlich die Balance im Lilien-Spiel. Die Aufritte der Hessen sind mitunter eine sehr wilde Angelegenheit.

Große Defensivschwächen

Das wohl größte Problem ist das Abwehrverhalten. Bereits 25 Gegentore musste Darmstadt hinnehmen. Zum Vergleich: Ligaprimus Düsseldorf kassierte lediglich die Hälfte an Gegentoren. Ligaweit stellt nur Greuther Fürth (26) eine schwächere Defensive. Durchschnittlich muss der SVD-Keeper fast 2 Mal (1,9) pro Spiel den Ball aus dem Netzt holen. Erst 2 Mal hielten die Lilien hinten die Null.

Verletzungsprobleme machen Sorgen

Vom Kader-Potential her gehört Darmstadt definitiv zu den Top-Teams der 2. Bundesliga (alle Wetten zur 2. Bundesliga). Nur Ingolstadt, Union Berlin und Nürnberg haben einen höheren Gesamtwert als das Lilien-Aufgebot. Aber was nützen die besten Akteure, wenn sie nicht ins Geschehen eingreifen können? Mit Stammtorwart Daniel Heuer-Fernandes, Tobias Kempe, Peter Niemeyer und Felix Platte fehlten gegen Sandhausen 4 wichtige Akteure verletzungsbedingt. Ohne weiteres können die Hessen diese Leistungsträger nicht ersetzen.

Großer Wille, aber kein Glück

Fehlendes Engagement kann man der Mannschaft nicht vorwerfen. Mit Kevin Großkreutz (145,57 Kilometer), Hamit Altintop (140,48 km) und Fabian Holland (136,91 km) stehen gleich 3 SVD-Akteure in den Top 20 der Spieler mit der größten Laufleistung. Insgesamt hat nur Arminia Bielefeld (1.668,97 km) mehr Kilometer abgerissen als Darmstadt (1639,31 km).

Bis auf die Partie in Ingolstadt (0:3) zogen die Lilien immer nur knapp den Kürzeren. Die weiteren 4 Niederlagen waren jeweils mit nur genau einem Tor Unterschied. Die Spiele hätten auch zugunsten des SVD verlaufen können. Nach der Pleite gegen Sandhausen packte Trainer Frings allerdings den Knüppel raus und stellte sich erstmals nicht vor seine Mannschaft, sondern sprach Klartext:

Wir haben heute von der ersten bis zu letzten Minute katastrophal gespielt. Wir wollten heute mutig auftreten, haben uns aber versteckt. Über das Spiel müssen wir reden und alles gnadenlos analysieren, die Leistung war eine absolute Frechheit den Fans gegenüber.“

Es kann nur aufwärts gehen beim SV Darmstadt. Die nächste Chance auf einen Sieg bietet sich am nächsten Wochenende. Dann gastieren die Lilien bei Union Berlin – alles andere als eine leichte Angelegenheit …

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Autor

André studierte Sportmanagement und Sportjournalismus. Im Anschluss arbeitete er in den Kommunikationsabteilungen von Arminia Bielefeld und dem Regionalligisten SV Rödinghausen. In Europas Top-Ligen ist André ebenso zu Hause wie im US-Sport, insbesondere der NFL.

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