Bundesliga: Diese Verträge laufen im Sommer aus – Teil 1

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Die Winter-Transferperiode ist im vollen Gange und die Planungen für die Rückrunde bzw. für die kommende Spielzeit laufen bereits auf Hochtouren. 98 Bundesliga-Profis stehen derzeit noch vor einer ungewissen Zukunft. Ihre Verträge laufen aus. Wir geben Euch einen Überblick über die Spieler, die nur noch in diesem Winter eine Ablöse einbringen würden.

FC Bayern München:

Arjen Robben, Xabi Alonso, Holger Badstuber, Tom Starke

4 Spieler haben beim FC Bayern nur noch einen Vertrag bis 2017. FCB-Trainer Carlo Ancelotti forderte jüngst, schnellstmöglich mit Arjen Robben und Xabi Alonso zu verlängern. Beide kommen im Star-Ensemble der Münchner noch regelmäßig zum Einsatz. Ein Abgang im Winter ist bei beiden kein Thema. Holger Badstuber ist ein Sonderfall. Er soll zunächst ausgeliehen werden. Voraussetzung ist dafür jedoch ein neuer Vertrag bei den Bayern. Schalke und Wolfsburg gelten hier als aussichtsreichste Kandidaten. Tom Starke könnte seine Karriere beenden und sich voll und ganz seiner Aufgabe im Jugendbereich des FCB widmen. Eventuell hängt er aber auch noch ein Jahr dran.

RB Leipzig:

Rani Khedira, Marvin Compper, Terrence Boyd, Fabio Coltorti

Bei RB Leipzig stehen lediglich nur Spieler auf dieser Liste, die entweder keine Zukunft mehr bei den Bullen haben oder inzwischen zu alt geworden sind. In Leipzig regiert bekanntlich der Jugendwahn. Während Boyd und Khedira in die erste Kategorie fallen, gehören Compper (31) und Coltorti (36) in Schublade Nummer 2. Bei allen 4 ist es unwahrscheinlich, dass sie einen neuen Vertrag erhalten. Die größten Chancen hat Marvin Compper, der in dieser Saison immerhin auf 11 Bundesliga-Einsätze kommt.

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Spielt trotz seiner 31 Jahre eine starke Saison in Leipzig – Marvin Compper (r.)

Hertha BSC:

Salomon Kalou, Thomas Kraft, Alexander Baumjohann, Sami Allagui, Florian Kohls

Den größten Poker dürfte es bei Hertha BSC mit Salomon Kalou geben. Der Ivorer ist ein Großverdiener bei den Haupstädtern, kommt jedoch nur auf 9 Liga-Spiele. Wenn der Angreifer jedoch benötigt wird, ist er zur Stelle. 5 Tore und 2 Assists sind eine ordentliche Bilanz. Der Verein will ihn halten, bei ihm geht es jedoch ums Geld. Anders ist die Lage bei Kraft, Allagui und Baumjohann. Keiner aus dem Trio hat einen Stammplatz, lediglich bei Kraft dürfte die Hertha daran interessiert sein, ihn zu halten.

Eintracht Frankfurt

Haris Seferovic, Szabolcs Huszti, Danny Blum, Slobodan Medojevic, Heinz Lindner, Enis Bunjaki, Leon Bätge, Miguel Blanco-Lopez 

Haris Seferovic ist einer von den Spielern, mit denen Eintracht Frankfurt nur noch in diesem Winter eine Ablöse erzielen könnte.Wir gehen mit der Situation entspannt um. Wenn es nicht funktioniert, hätten wir mit Haris einen guten Spieler in der Rückrunde. Natürlich wäre es aber schön, wenn wir noch eine Ablöse generieren könnten. Das Winter-Transferfenster ist die einzige Option. Es liegt nicht in unserer Hand“, sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Vor allem Benfica Lissabon soll Interesse am Schweizer haben. Huszti ist dagegen ganz alleine für eine Vertragsverlängerung verantwortlich. Der Ungar hat in seinem Vertrag eine Klausel, die besagt, dass sich nach einer Mindestzahl an Spielen der Kontrakt automatisch verlängert. In der Hinrunde bestritt er 15 Partien, sodass die Grenze bald erreicht werden könnte. Überlicherweise liegt die Marke zwischen 21 und 24 Partien.

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Könnte Eintracht Frankfurt in diesem Winter noch gegen eine Ablöse verlassen – Haris Seferovic

TSG Hoffenheim

Sebastian Rudy, Pirmin Schwegler, Jiloan Hamad

Lediglich 3 Verträge laufen bei der TSG Hoffenheim im kommenden Sommer aus. Bei Sebastian Rudy sind die Fronten geklärt. Der Nationalspieler wechselt zum FC Bayern. Anders sieht es bei Schwegler und Hamad aus. Schwegler wurde zuletzt immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, bestritt in dieser Saison nur 4 Partien. Bleibt er fit, ist es jedoch wahrscheinlich, dass sein Kontrakt erneuert wird. Bei Hamad stehen die Zeichen auf Trennung. Er darf sogar schon im Winter ohne Ablöse wechseln.

Borussia Dortmund

Roman Weidenfeller

Einzig und allein Roman Weidenfeller steht beim BVB vor einer ungewissen Zukunft. Der Routinier und langjährige Borusse kann sich durchaus noch eine Saison als Ersatzkeeper vorstellen. Auch ein Karriereende mit anschließender Funktion im Verein ist denkbar.

1.FC Köln

Matthias Lehmann, Lukas Klünter

Bis zu seiner Verletzung war Matthias Lehmann (33) nicht aus dem Mittelfeld des 1. FC Köln wegzudenken. Seit 4,5 Jahren trägt er das Geißbock-Trikot. Gut möglich, dass der Routinier noch mit einem weiteren Ein-Jahres-Vertrag ausgestattet wird. Lukas Klünter ist erst 20, gab bereits in der letzten Saison sein Bundesliga-Debüt. Weil die Kölner auf der rechten Seite jedoch hervorragend besetzt sind, ist eine Verlängerung plus anschließende Ausleihe ein mögliches Modell.

SC Freiburg

Nicolas Höfler, Marc Torrejon, Georg Niedermeier, Alexander Schwolow, Julian Schuster, Patric Klandt, Karim Guede, Amir Falahen

Den Verantwortlichen des SC Freiburg steht ein anstrengendes Halbjahr ins Haus. Mit Höfler und Schwolow haben 2 Stammspieler noch keinen Kontrakt für die kommende Saison. Vor allem auf der Torwartposition könnte es einen Umbruch geben, wenn Schwolow geht und Klandt ebenfalls auf mehr Spielpraxis aus ist.

Bayer Leverkusen

Roberto Hilbert, Robbie Kruse, Niklas Lomb, Kai Havertz

Oberste Priorität für eine Vertragsverlängerung dürfte bei Bayer Leverkusen Kai Havertz haben. Der 17-Jährige ist eines der größten deutschen Talente und schnupperte bereits in dieser Saison in 9 Mal Bundesliga-Luft. Mit ihm will Leverkusen unbedingt verlängern. Anders sieht es bei Roberto Hilbert aus (wir berichteten). Der ehemalige Nationalspieler durfte nicht einmal mit ins Trainingslager nach Orlando reisen. Er hat keine Zukunft bei der Werkself – ähnlich wie Robbie Kruse. Der Australier kommt gerade einmal auf 94 Pflichtspielminuten in der Hinrunde.

hilbert

Hat keine Zukunft bei Bayer Leverkusen – Roberto Hilbert

Autor

Carsten war nach seinem Sportjournalismus-Studium für die Presseabteilung des MSV Duisburg tätig und sammelte anschließend weitere Erfahrungen in einer Sport-Medien-Agentur. In der Bundesliga fühlt er sich ebenso heimisch wie in England - und auch die NFL ist kein Neuland für ihn.

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